Ein kurzer Überblick
Geografie, Religion, Wirtschaft

Bhutan von einem Nasa-Sateliten
Das Königreich Bhutan liegt eingezwängt zwischen Indien (Sikkim, Assam, Arunchal Pradesh) und China (Tibet) am Südhang des Himalaya, östlich von Nepal. In Grösse und Form ist es mit der Schweiz vergleichbar, hat jedoch nur knapp 700.000 Einwohner, 12% davon leben in der Hauptstadt Thimphu.
75% der Bevölkerung sind Buddhisten der tantrischen Drukpa Kagyu Richtung, die übrigen 25% sind Hindu
(meist aus Indien zugewandert).
Die Menschen erhalten sich hauptsächlich durch Selbst-versorgung in der Landwirtschaft, es gibt noch kaum Industrie, keine Eisenbahn, lediglich der Export von Mineralien, landwirtschaftlichen Produkten und Elektrizität aus Flusskraftwerken nach Indien und Bagladesh erwirtschaftet etwas Devisen. Bis in die 60er Jahre gab es in Bhutan weder Schulen, Spitäler, Telefon, Post, geteerte Strassen, noch eine nationale Währung, geschweige Touristen.
Bhutanesen nennen ihr Land "Druk Yul",
Land des (Donner)Drachens. Die Bezeich-nung geht auf eine Legende aus dem zuende-gehenden 12.Jahrhundert zurück: als Tsangpa Gyaren Yeshe Dorje auf der Suche nach einem geeigneten Ort für sein neues Kloster ein Donnergrollen vernahm, das als Zustimmung eines Drachens (druk) gewertet wurde. Die westliche Bezeichnung "Bhutan" mag aus dem Sanskrit "Bhot-ant" - das Ende Tibets - stammen.  
Das gesammte Land ist gebirgig, von den niedrigen Hügeln im Süden bis zum 7.500m hohen Gangkhar Puensum an der Grenze zu Tibet und durchzogen von Flusstälern, die die reissenden Wasser des Himalaya an den Bramaputra bringen.